Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen

Die Installation eines Treppenlifts ist nicht ganz preisgünstig – hier können sich die Kosten in der Regel auf mehrere tausend Euro belaufen. Besonders, wenn der Verlauf der Treppe kompliziert ist, oder Sondermodelle erforderlich werden, ist es nicht selten, dass die Kosten sogar mehr als 10.000 Euro betragen. Wenn diese Kosten nicht eigenständig gestemmt werden können, gibt es allerdings praktische Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen, sodass niemand auf die dringend notwendige Hilfe im Alltag verzichten muss. Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen werden von unterschiedlichen Trägern gewährt. Dafür, welcher der richtige für den individuellen Fall ist und wie hoch die Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen tatsächlich sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier müssen spezielle Kriterien erfüllt werden, damit eine Förderung beansprucht werden kann. Es kann allerdings auch sein, dass eine Förderberechtigung durch verschiedene Träger besteht. 

Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen bieten die folgenden Träger: 

– Integrationsamt
– Sozialamt
– Agentur für Arbeit
– KfW
– Pflegeversicherung
– Berufsgenossenschaft
– regionale Träger
– Deutsche Rentenversicherung

Für Menschen, die Unfallgeschädigte, Wehrdienstverletzte oder Opfer von Krieg geworden sind, bieten sich darüber hinausgehende Möglichkeiten für Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen. Auch in der Steuererklärung können die Kosten für Treppenlifte aufgeführt werden, sodass sich die Steuerlast reduziert.

Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen durch die Pflegeversicherung 

Wenn das Treppenhaus beziehungsweise die Wohnung barrierefrei gestaltet werden soll, kann ein Pflegekostenzuschuss bei der Pflegeversicherung beantragt werden. Damit hier Zuschüsse zu Treppenliften und barrierefreiem Wohnen gewährt werden, muss allerdings ein Nachweis über die Bedürftigkeit erbracht werden. Dazu reicht das Nachweisen des Pflegegrades – welcher dies ist, ist dabei irrelevant. Der Pflegekostenzuschuss beläuft sich seit dem Jahr 2015 auf maximal 4.000 Euro pro Person. Allerdings wird diese Leistung nur dann erbracht, wenn kein anderer Träger für die Kosten des Treppenliftsaufkommen würde. Wenn in einem Haushalt vier Personen mit einem Pflegegrad leben, können allerdings hier bis zu 16.000 Euro erhalten werden.

Nach Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten: Die Berufsgenossenschaft

Wenn es durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit nötig wird, einen Treppenlift zu installieren, übernimmt die Berufsgenossenschaft sämtliche Kosten für den Treppenlift. Denn den Betroffenen wird damit die Chance gegeben, auch weiterhin am sozialen und beruflichen Leben teilzunehmen.

Altersgerechte Umbauten durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW vergibt darüber hinaus staatliche Sonderkredite und Investitionszuschüsse. Das Programm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ beteiligt sich pro Wohneinheit mit 10 Prozent an den förderfähigen Kosten der Investition. Die Förderung wird dabei für alle Umbaumaßnahmen und Umbauten bewilligt, die dazu führen, in Wohnräumen eine Barrierefreiheit zu schaffen, damit eine altersgerechte Umgebung entsteht. Die weiteren Fördermöglichkeiten durch die genannten Träger haben alle ihre eigenen Kriterien, die erfüllt werden müssen und damit stark von dem individuellen Einzelfall abhängen. In jedem Fall sollten vor der Anschaffung eines Treppenlifts alle in Frage kommenden Förderungsmöglichkeiten überprüft werden.